4. Manöverbedingte Belastungen
Anhand der Untersuchungen, die auf der Roten Fläche I und/oder II gemacht wurden, sollen die (möglichen)
Belastungen der Roten Fläche I dargestellt werden.
Erhöhte Kohlenwasserstoffwerte durch ölverunreinigungen wurden in einer Untersuchung eines
Biwakraumes nur an wenigen punktuellen Bereichen nachgewiesen (BURCHERT 1992). Man konnte allerdings
nicht feststellen, ob alle Schadstoffstellen tatsächlich gefunden worden sind und ob es zu
Beeinträchtigungen von Grund und Oberflächenwasser kommen kann.
In dem Staubniederschlag des Raumes Schneverdingen wurden extrem hohe Zinkwerte ermittelt
(NIEDERSÄCHSISCHES LANDESAMT FÜR IMMISSIONSSCHUTZ 1992).
GEORGI et al. (1990) macht auf verstärkte Rußpartikelemissionen aufmerksam, während
VOSS (1989, unveröff.) auf ein insgesamt höheres Schwermetallniveau bei den Metallen Blei,
Cadmium, Kupfer und Quecksilber hinweist.
Die vorgefundenen stehenden Gewässer sind im Laufe des Übungsbetriebes entstanden, als sich
Erosionswässer in natürlichen Senken sammelten (KREIE 1993 ). Der Teich nördlich der
Panzerbrücke wurde künstlich als Erosionsfangbecken angelegt. BRUNS (1991) stellt für
die Gewässer der Roten Fläche II starke Trübstoffbelastungen fest. Dabei erwärmt
sich die dunkle Wasseroberfläche schnell, während gleichzeitig die tieferen Wasserschichten
von wärmenden Sonnenstrahlen abgeschirmt werden. Wie der direkte Zusammenhang der
Schwebstoffbelastung in solchen Teichen mit dem Anstieg von Phosphor (KLEIN 1989, unveröff.)
und Stickstoff zeigt, gelangten durch den Übungsbetrieb zunehmend Nährstoffe in diese
Heidegewässer. Die ähnlichen Bedingungen auf der Roten Fläche I lassen vermuten,
daß die Ergebnisse übertragbar sein können.
In den Gewässern der Roten Fläche I ermittelten BECK UND KROLL (1990) teilweise
erhöhte Belastungen an Blei, Chrom, Arsen und Cadmium. |