3. Anfertigen einer Vegetationskarte
Mit Hilfe der oben angegebenen topographischen Karten und Luftbildern wurden die Grenzen des Untersuchungsgebietes und
der großflächig ausgebildeten Vegetationseinheiten mit den vorgefundenen Verhältnissen verglichen und
gegebenenfalls korrigiert. Dann wurden auf Pergamentpapier die Vegetationsgrenzen übertragen. Dieser Entwurf mit dem Format
DinA 0 wurde auf DinA 2 verkleinert. Dafür mußte sie kopiert werden. Dieser Schritt könnte geringfügige
Maßstabsveränderungen hervorgerufen haben, weil das Papier beim Kopieren erst erwärmt wird und sich dabei ausdehnt.
Auf dieser Kopie konnten dann die Vegetationseinheiten farblich kenntlich gemacht werden. Die Lage der vorgenommenen
Vegetationsaufnahmen wurden mittels Ziffern auf zwei Folien übertragen, die auf die Vegetationskarte gelegt, die Lage der
vorgenommenen Aufnahmen im Gebiet anzeigen.
4. pH-Wert-Messung und Bodenansprache
Im August (20.-22.08.1995) wurden möglichst von jeder Aufnahmefläche Bodenproben genommen. Falls vorhanden,
wurden zuerst die Streu und der Rohhumus beiseite geschoben. Dann wurden pro Aufnahmefläche aus den obersten 3 cm vom
Mineralhorizont 5 Einzelproben entnommen, die zu einer Mischprobe vereinigt wurden. Die am 3. Tag entnommenen Bodenproben waren
etwas feucht. Diese Probetüten standen über Nacht offen und wurden am folgenden Tag im Bodenkundlichen Labor der
Universität Bremen ausgebreitet und luftgetrocknet. Ein Teil der stehenden Gewässer war im Laufe des heißen Sommers
trocken gefallen, so daß hier aus dem Sediment die Probeentnahme aus 3 cm Tiefe erfolgte. Im Möhrer Moor wurde exemplarisch
nur eine Bodenprobe genommen.
Mit diesen Proben wurden die potentiellen pH-Werte ermittelt werden, die in Absprache mit der Chemisch-Technischen-Assistentin
Marlies Rückmann erfolgten:
Im Labor wurden die trockenen Bodenproben von organischem Material befreit. Dann wurden jeweils 10 g Mineralboden den Proben entnommen
und mit 25 ml 0.01 m CaCl2-Lösung aufgeschlämmt, umgeschwenkt und eine Stunde auf der Schüttelmaschine
geschüttelt. Dann wurden die Suspensionen elektrometrisch mit einer pH-Elektrode gemessen. Das Gerät wurde vorher
auf Raumtemperatur eingestellt und mit den Eichlösungen pH 4 und pH 7 geeicht.
Die Korngrößenzusammensetzung, bzw. die Bodenart wurde durch die Fingerprobe bestimmt. Der Schlüssel zur
Bestimmung des Feinbodens wurde entnommen aus ARBEITSGRUPPE BODENKUNDE (1982).
LöTSCHERTund HORST (1962) dokumentieren in ihrer Arbeit jahreszeitliche pH-Schwankungen auf Heidestandorte.
Aus diesem Grunde wurden sämtliche Bodenproben innerhalb von 3 Tagen vorgenommen, um die Vergleichbarkeit der
Standorte zu ermöglichen. Im Sommer sollen die pH-Werte, infolge der hohen Niederschläge, der Tätigkeit
von Mikroorganismen und der höheren Vegetation, besonders niedrig ausfallen. Im vorliegenden Untersuchungszeitraum herrschte
während der Vegetationsperiode eine lange andauernde Dürre, die das Bodenleben sehr eingeschränkt haben
muß. Die ermittelten pH-Werte liegen für diesen Untersuchungszeitraum dementsprechend höher. |