Vegetationsstudie in der Lüneburger Heide

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Inhaltsverzeichnis Diplomarbeit

Teil E:Ergebnisse der Vegetationsuntersuchung

9.2. Betulo-Quercetum roboris

Stieleichen-Birkenwälder sind auf basenarmen Sanden von Dünen, bzw. Tal- und Vorschüttsanden älterer Eiszeiten zu finden. Ihr Pflanzeninventar ist schlecht von dem Periclymo-Fagetum abgegrenzt, da es auch in diesem vorkommen können. Im Untersuchungsgebiet sind sie nur noch selten und kleinflächig vertreten.

Die zwei Birkenwälder, in denen Betula pendula gänzlich dominiert, haben eine sehr lückige Baumschicht (Deckungsgrad bis zu 75 %). Eine Strauchschicht hat sich hier nicht ausgebildet. Der hohe Lichteinfall begünstigt in Aufn. 102 Deschamsia flexuosa (Deckung bis zu 87.5 %) und Jungpflanzen von Calluna vulgaris (Deckung 1-2 %). Aufn. 103 zeigt noch deutliche Spuren eines Anflugwaldes auf ehemalige Heide: Calluna vulgaris ist noch bis zu 50 % Deckung vertreten. Deschampsia flexuosa erreicht Deckungen bis zu 25 %, und Vaccinium myrtillus und Dicranum scoparium treten häufiger auf. Aufgrund der kleinflächigen Ausbreitung des Waldes konnte nur ein Minimumareal von 50 m² angelegt werden: Tabelle 9.1.

Eine andere Ausbildung des Betulo-Quercetum typicum ist in den Aufn. 100 und 101 zu finden. In diesen Aufnahmen dominiert die Stieleiche mit Deckungen des Kronendachs von 90 %, allerdings nur im Sommer bei vollständiger Belaubung, denn die Baumindividuen stehen nicht dicht beieinander und sind ausladend gewachsen. Betula pendula ist in der Baumschicht nicht vertreten. Die Strauchschicht beseht aus Betula pendula (Aufn. 100) und Frangula alnus (Aufn. 100 und 101) als typische Vertreter des Betulo-Quercetum roboris (Runge 1990). In beiden ist die Deckung mit Deschampsia cespitosa nur sehr spärlich, hingegen ist das Kronendach dieser Wälder noch lückig genug, daß Vaccinium myrtillus hohe Deckungen erreichen konnte: bis 37.5, bzw. 62.5 %. Die Aufn. 101 wurde an einem steilen Hang des Möhrengrundes vorgenommen, so daß die Standortbedingungen für diesen Eichenwald besonders ungünstig waren. Beide Wälder waren nur noch so klein, daß ein Minimumareal von 50 m² angelegt werden mußte.

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