9.5. Bauminseln, Waldränder und Anpflanzungen
 Die Befahrungsintensität der Panzer ging in der Kernzone der Roten Fläche I auf Kosten
der Heide, aber auch der Wälder. In Tabelle 9.2 sind Aufnahmen von Bauminseln zu finden, die vereinzelt im devastierten
Gelände stehen, von Waldrändern, die durch die unzähligen Wege häufig ausgebildet sind, und von
Erosionsschutzpflanzungen mit standortfremden Kulturpflanzen. Diese Aufnahmen können nicht pflanzensoziologisch
eingeordnet werden. Da sie aber für das Untersuchungsgebiet besonders typisch sind, sind die Aufnahmen in einer
Vegetationstabelle angeordnet, die in Baum-, Strauch- und Krautschicht unterteilt und die Krautschicht nach Lebensformen,
die Kryptogamen nach Moosen und Flechten geordnet ist.
In dem ersten Teil der Tabelle (Aufn. 113-120) sind die Bauminseln und Waldränder zu finden.
Fagus sylvatica ist der dominierende Baum einer Bauminsel (Aufn. 113) im südlichen Teil des Untersuchungsgebietes.
Früher befand sie sich an einem Wirtschaftsweg, an dem mehrere Buchen standen, die noch heute im Untersuchungsgebiet
zu finden sind. Betula pendula und Pinus sylvestris sind ebenfalls in der Baumschicht vertreten, deren Deckung 80 %
erreicht. Die Krautschicht setzt sich aus Deschampsia flexuosa, Vaccinium vitis idaea und V. myrtillus zusammen.
In diesem Teil des Untersuchungsgebiet, wie auch in der Aufnahme, konnten gelegentlich Jungpflanzen von Fagus sylvatica
gefunden werden. Nässezeiger sind vereinzelt vertreten: Molinia caerulea, Juncus squarrosus und J. effusus.
In zwei weiteren Aufnahmen (114 und 115) ist Quercus robur an der Baumschicht beteiligt. In
Aufn. 114 ist die Stieleiche der einzige Baum mit reichlich Deschampsia flexuosa in der Krautschicht. In
Aufn. 115 kommen Betula pendula und Pinus sylvestris in der Baumschicht hinzu. In den Aufn. 115-110
konnten sich durch die günstigen Lichtverhältnisse z. T. recht starke Strauchschichten ausbilden (Deckung von 5-50 %),
die aus verschiedenen Anteilen von Pinus sylvestris, Betula pendula, Quercus robur und Sorbus aucuparia bestehen.
Deschampsia flexuosa ist in diesen Aufnahmen immer zu finden, Calluna vulgaris häufiger und z. T. mit Deckungen
bis zu 87.5 %.
In den Anpflanzungen ist hauptsächlich Pinus mugo vertreten (Aufn. 121-125), z. T. sind
Quercus robur und Prunus serotina beigemischt sind. In der Nähe von Teich IX befand sich eine Anpflanzung mit
Alnus incana und Salix cinerea. Ein Großteil der Anpflanzungen ist noch so jung, daß die beteiligten
Baumarten größtenteils in der Strauchschicht zu finden sind. Die Krautschicht setzt sich hauptsächlich aus
Deschampsia flexuosa und Calluna vulgaris zusammen. In Aufn. 125 und 126 erreicht auch Festuca tenuifolia
höhere Deckungsgrade.
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