Vegetationsstudie in der Lüneburger Heide

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Inhaltsverzeichnis Diplomarbeit

Teil E:Ergebnisse der Vegetationsuntersuchung

Beschreibung der Teiche:

Bei Teich I handelt es sich um einen kastenförmigen, periodisch trockenfallenden Tümpel, der nur am Südufer eine Flachwasserzone bildet. Hier wurde die Eleocharis palustris-Gesellschaft aufgenommen. An den Steilufern konnte sich keine Vegetation ansiedeln. Die Färbung des Wassers ist braunschwarz und der Teichboden verschlammt. Der umliegende Kiefernwald nähert sich bis auf 2 Meter dem Gewässer und liegt dadurch relativ schattig.

Eine geschlossene Schwimmblattdecke vornehmlich von Potamogeton natans befindet sich auf Teich II. Außerdem bedeckt hier, relativ ufernah, ein zusammengedrängter Seerosenbestand das Wasser. In den Randbereichen wachsen außerdem Dominanzbestände von Typha latifolia, Sparganium emersum, Eleocharis palustris, Juncus effusus und Carex rostrata. Dieser Tümpel besitzt stark ausgeprägte Flachwasserzonen und nur wenige Steilkanten; das Wasser ist ebenfalls braunschwarz, der Teichboden verschlammt. Auch hier grenzt der Kiefernwald dicht an, das Gewässer besitzt aber insgesamt bessere Lichtverhältnisse, weil es eine größere Oberfläche besitzt.

Teich III ähnelt im Sommer eher einer Waldlichtung als einem Gewässer, weil es nur in den Winter- und Frühjahrsmonaten relativ flach Wasser führt. Die Juncus effusus-Dominanzbestände reichen bis an den Kiefernwald. Nur im Zentrum findet man kleinflächige Juncus bulbosus-Teppiche. Hier dürften auch die besten Lichtverhältnisse vorherrschen, der sandig-lehmige Boden schwärzlich.

Eine flache Senke im Offenland bildet Teich IV, in der nur vom Winter bis Frühjahr Wasser steht. Die Vegetation besteht nur aus Juncus effusus. Teich IV befindet sich mitten im Panzerübungsgelände. Da keine Randvegetation vorhanden ist, ist die Senke vollständig unbeschattet, die oberen Bodenschichten sind nur leicht schwärzlich.

Teich V, VI, VII und VIII liegen im Möhrengrund, einer Schmelzwasserrinne aus der Eiszeit, die künstlich vertieft wurde. Rundum stehen Wälder, Erosionsschutzpflanzungen und Heidereste. Die Dauer der Wasserführung nimmt von Teich V bis Teich VIII zu. Während es sich bei Teich V und VI um flache Senken handelt (Wasserführung im Winter und Frühjahr), führen Teich VII und VIII ganzjährig Wasser, die eine starke Schlammbildung aufweisen.

Die Senke von Teich V ist mit Juncus effusus bewachsen.

Die sich anschließende Senke VI ist in dem Randbereich ebenfalls mit Juncus effusus bestanden. In der Mitte wachsen Veronica scutellata-Bestände, oft mit Polygonum minus. Vereinzelt ist Ranunculus flammula beigemischt.

Teich VII besitzt eine etwas reichhaltigere Vegetation. Der Uferrand ist vollständig bewachsen mit Carex rostrata, Juncus effusus, J. bulbosus und etwas abseits stehend Calamagrostis epigeios. An Schwimmblattvegetation sind einige Exemplare von Nymphea alba anzutreffen. Der Uferbereich grenzt dicht an den Waldrand.

Die Uferbereiche von Teich VIII sind vegetationsfrei. Allein die Weiße Seerose bildet kleinflächige, aber dichte Bestände. Starke Beschattung und Verschlammung könnten hierfür die Ursache sein.

Bild von Gewässer im MöhrengrundTeich IX

Am tiefsten und ausgedehntesten ist Teich IX, der ganzjährig Wasser führt. Die Form des Gewässers ist in Nord-Süd-Richtung sehr langestreckt. Am nördlichen bzw. südlichen Ufer grenzt ein künstlich aufgeschütteter Wall bzw. ein Wald an. Das Ufer ist fast vollständig von Vegetation bedeckt, die hauptsächlich aus Carex rostrata- und Juncus bulbosus-Rasen besteht, gefolgt von Juncus effusus-Beständen, die am Westufer große Flächen einnehmen. Einzelne Seerosen wachsen am Ostufer des Gewässers.


Nördlich des Möhrer Moores liegen die Teiche X und XI mit ganzjähriger Wasserführung und verschlammten Ufern. Die dicht von Kiefernwald umstandenen Gewässer stehen in engem Kontakt zueinander. Sanft auslaufende Ufer herrschen vor, die mit Juncus effusus bewachsen sind. An Teich X befinden sich zusätzlich Carex rostrata-Bestände. Sphagnum inundatum ist in hohen Deckungen (bis zu 37.5 %) in einigen Juncus effusus-Beständen zu finden ist.

Die gemessenen pH-Werte liegen zwischen 4.4 und 5.0 und sind als "stark sauer" zu bezeichnen: Tabelle 1. Die Schlammböden der Teiche IV und VI fallen in die Kategorie "lehmiger Sand", des Teiches V "schluffiger Lehm", die Bodenart der Teiche I und II "lehmiger Schluff" und Teich III "sandiger Lehm".

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