Vegetationsstudie in der Lüneburger Heide

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Teil E:Ergebnisse der Vegetationsuntersuchung

2. Gesellschaften der Klasse Isoeto-Nanojuncetea bufonii

Bild von Illecebrum verticillatumIllecebrum verticillatum

Im nördlichsten Teil des Untersuchungsgebietes wurden gehäuft Nanocyperetalia-Bestände gefunden. Die Aufn. 24 und 25 Tabelle 2 wurden in tief ausgefahrenen Fahrspuren gemacht, Aufn. 26 auf einem unregelmäßig befahrenen Wegrand in Bahngleisnähe.


Die gemessenen pH-Werte fielen sehr unterschiedlich aus. Für Aufn. 25 und 24 fiel er mit 4.1 und 5.0 in die Kategorie "stark sauer", in Aufn. 26 war er mit 7.8 schon "schwach alkalisch". In allen drei Aufnahmen ist die Bodenart "schluffiger Sand".

Die Klasse Isoeto-Nanojuncetea bufonii wird durch zwergwüchsige Therophyten charakterisiert, die als Pioniergesellschaften auf wechselfeuchten Böden und gestörten Plätzen vorkommen, z. B. Teichränder, austrocknende Schlammböden und Fahrspuren (Pott 1995).

Das Spergulario-Illecebretum verticillati hat seinen Verbreitungsschwerpunkt in der nordwestdeutschen Geest im Eichen-Birken-Wald-Gebiet und ist dort auch auf offenen, feuchten und wenig befahrenen Sandwegen zu finden. Aufn. 25 und 24 lassen sich dieser Assoziation zuordnen. Die Assoziationskennart Illecebrum verticillatum ist in beiden Aufnahmen in Deckungsgraden bis zu 10 % vertreten, die Verbandskennart Gnaphalium uliginosum kommt vereinzelt in Aufn. 25 vor, als steten Begleiter (Diekjobst 1987) findet man Spergularia rubra nur in Aufn. 24. Dazu gesellen sich in letzterer Aufnahme Agrostis capillaris und Rumex acetosella als Vertreter der Sandtrockenrasen. Auch Aufn. 25 zeigt mit Juncus effusus und Polygonum persicaria untypische Begleiter, die auf erhöhten Stickstoffgehalt des Untergrundes hindeuten.

Die Aufn. 26 wird von den Verbandskennarten Juncus bufonius und Gnaphalium uliginosum dominiert und wird von Pott (1995) als Juncus bufonius-Gesellschaft bezeichnet. Sie ist auf nassen Fahrspuren und Wegen ohne Bodenbildung zu finden. Auf dem schwach befahrenen Wegrand gesellen sich Trittzeiger wie Plantago major und Potentilla anserina hinzu. Außerdem ist die Anzahl sporadisch auftretender, zufälliger Arten in dieser Aufnahme sehr hoch (N=17).

Copyright © 2000 Andrea Oltmanns
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