7. Trockenrasen des Koelerio-Corynephoretea
In dieser Klasse faßt Pott (1995) die Gesellschaften der Graudünen, Sandtrockenrasen,
Mauerpfeffer- und Felsband-Gesellschaften zusammen. Bei diesen Vegetationseinheiten handelt es sich um niedrigwüchsige
und lückige Pioniergesellschaften, die sowohl wärme- und trockenheitsertragend als auch lichtbedürftig und
deshalb konkurrenzschwach sind.
7.1. Spergulo vernalis-Corynephoretum canescentis
Corynephorus canescens ist nur am Südrand der Roten Fläche I gefunden worden.
Am Fuße einer frei stehenden Jungdüne (Südhang) entstand Aufn. 43, die durch Panzerbefahrung vegetationsfrei
gefahren wurde. Die Aufn. 44, 47-51 wurden innerhalb einer Waldlichtung, die Aufn. 46 und 52 an sonnigen und offen Stellen
und Aufn. 45 auf dem Grenzwall gemacht. Aufn. 41 wurde am Hang einer zerfahrenen Jungdüne angelegt.
Mit 3.5 und 3.9 (Aufn. 44 und 52) fällt der pH-Wert "sehr stark sauer" und für
die Aufn. 46-51 "stark sauer" aus. Die Bodenart reicht von "lehmiger" und "schluffiger Sand"
bis "Sand": Tabelle 7.1.
Die Aufnahmen 43-52 beschreiben Gesellschaften des Spergulo vernalis-Corynephoretum canescentis.
Auf der Jungdüne (43) begann die Erstbesiedlung nur mit Corynephorus canescens.
In den Aufn. 44-52 treten teilweise die säuretoleranten Arten der Sandrasen, Spergula morisonii und
Rumex acetosella hinzu. Hier ist die Besiedlung schon weiter fortgeschritten, wie der erhöhte Anteil von
Hemikryptophyten, vorrangig Agrostis capillaris, aber auch Deschampsia cespitosa und Hypochoeris
radicata u.a. zeigt.
Ein weiterer Hemikryptophyt, das Moos Polytrichum piliferum ist in den Aufn. 49 und 50
sporadisch, in den Aufn. 51 und 52 aber mit Deckungen von 5-15%, vertreten. Calluna vulgaris wurde nur an einem
Standort gefunden (Aufn. 52). Bemerkenswert ist für Aufn. 52 das Auftreten des Mooses Atrichum undulatum als
Hinweis für feuchtere Verhältnisse.
Diskussion |