7.2. Racomitrio-Polytrichetum piliferi
An einem Wegrand (Aufn. 54), angrenzend zu Heidegesellschaften (Aufn. 53 und 55) und in Lichtungen
zweier Kiefernforste (Aufn. 57 und 56) befanden sich mehrere quadratmetergroße Flächen mit hohen Deckungswerten
von Polytrichum piliferum (37-75 %), die aufgrund ihrer großflächigen Ausbreitung und Auffälligkeit als
einzige Moosgesellschaft angesprochen werden soll: Tabelle 7.2. Die Nomenklatur richtet sich nach
Drehwald und Preising (1991).
Mit 3.8 - 5.1 liegen die pH-Werte im "sehr stark sauren" bis "mittel sauren
Bereich". Der Oberboden bestand aus "schluffigen" bis "lehmigen" Sand. Während der
Bodenentnahme wurde festgestellt, daß die oberste Bodenschicht besonders hart war.
Polytrichum piliferum
Corynephorus canescens
Zu Polytrichum piliferum als namengebende Gesellschaft gesellen sich einige wenige Arten, die
auch in Sandtrockenrasen zu finden sind. Dabei ist Agrostis capillaris in den Aufn. 53-56 stets, Aira praecox und
Corynephorus canescens gelegentlich vertreten. Auffällig ist in Aufn. 53 der hohe Deckungsgrad (bis zu 25 %) vom
Silbergras (s. Abb. 46).
Cladonien
Ausgesprochen flechtenreich ist Aufn. 56. Cladonia fimbriata, Cladonia chlorophaea und
Cladonia macilenta ssp. macilenta sind in Deckungsgraden von jeweils 1-2% vertreten, so daß diese Ausbildung
als flechtenreiche Polytrichum piliferum-Gesellschaft angesprochen wird (s. Abb. 47). In Aufn. 55 erreicht Festuca
tenuifolia Deckungen bis zu 25 %. Eine besonders artenarme Ausbildung gibt Aufn. 106 wieder. Hier erreichen die
Deckungswerte von Polytrichum piliferum 55 % und Calluna vulgaris 20 % (s. Diskussion). Ellenberg
(1978) beschreibt Polytrichum piliferum als übersandungsertragende Art, die auf verdichteten oberen
Bodenschichten ihren Standort hat.
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