Die reichlich vorhandene Streu in den Aufn. 98 und 99 ist zurückzuführen
auf den sehr niedrigen pH-Wert des Bodens, Tabelle 9.1. Zusammen mit dem geringen Lichteinfall (Deckung der
Baumschicht bis zu 100 %) erklärt sich die nur schwach ausgebildete Krautschicht, z.B.
Heidelbeere und Drahtschmiele, die an Rohhumusböden gut angepaßt sind
(Ellenberg 1986). Das in Buchen-Eichenwäldern selten anzutreffende Vaccinium myrtillus
wird durch Vögel und Rehwild mittels Darmpassage keimfähig und verbreitet (Schmidt 1957).
Durch Niederwaldwirtschaft sind die Böden dieser Eichen-Buchenwälder
so verhagert, daß beim Betrachten der Krautschicht z. T. der Eindruck von Birken-Eichenwäldern
entsteht (Ellenberg 1986).
Der wegen seines feinringigen Holzes vom Menschen geförderte Wuchs
der Traubeneiche verdrängte eine wahrscheinlich vorhandene Buchenpopulation und verhinderte
neuen Buchenwuchs (Ellenberg 1986, s. auch Schlüter 1959).
Die völlige Abwesenheit der Buche, z. T. ausgelöst durch mangelnde
Buchenverjüngung, kann eine Ursache in der Rohhumusdecke haben. Die Wurzeln der Buchenkeimlinge
verdorren, bevor sie den Mineralboden erreichen. Vorhandene Rohhumuspflanzen entziehen den Keimlingen
zusätzlich das Wasser (Schmitt 1936). Eine Verjüngung durch Diasporeneintrag auf der
Schneverdinger Endmoräne kann nahezu ausgeschlossen werden, da im Untersuchungsgebiet
keine Buchen gefunden wurden (Ausnahme: randlich des Möhrer Moors).
Das Vorkommen von Dicranum scoparium, Hypnum cupressiforme,
Pteridium aquilinum (nur in Aufn. 98) und Vaccinium myrtillus (nur in Aufn. 99 bis zu 37,5%)
läßt auf mäßige Feuchtigkeitsverhältnisse schließen (Ellenberg 1986).
Auf größere Bodenfrische mit wasserstauenden Schichten im Unterboden deutet Oberdorfer
(1992) eine Variante mit Pteridium aquilinum des Periclymo-Fagetum.
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