Vegetationsstudie in der Lüneburger Heide

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9.5. Bauminseln, Waldränder und Anpflanzungen

Die Aufnahmen der Bauminseln entsprechen nicht dem Kriterium einer homogenen Fläche. Im Kern der Bauminsel sind noch relativ schattige Verhältnisse, zum Rand hin nimmt der Beleuchtungsgrad zu. Die Aufnahmen der Waldränder und der Anpflanzungen hingegen wurden auf einer Homogenität der Beleuchtungsverhältnisse ausgesucht, Tabelle 9.2.

In diesen Vegetationseinheiten, die selber von der Befahrung verschont geblieben sind, sind die Lichtverhältnisse für Calluna vulgaris oft so günstig, daß sie meist vereinzelt, oft aber auch in beachtlichen Deckungen zu finden ist. Für eine zukünftige, natürliche Regeneration Heide spielen diese Einheiten für eine Ausbreitung der Besenheide eine große Rolle.

Problematisch sind hingegen die standortfremden Kulturpflanzen. Pinus mugo zeigt zwar keine Tendenzen, sich zu verbreiten (s. auch Hanstein et al. 1993 ) und eine Ausbreitung von Alnus incana konnte anhand eigener Beobachtungen nicht festgestellt werden. Ein stattgefundener Jungwuchs wurde aber in Anpflanzungen mit A. incana beobachtet (Aufn. 125). Prunus serotina ist aber im Untersuchungsgebiet nicht nur in Anpflanzungen des öfteren gefunden worden, so daß man von einer nicht wünschenswerten Ausbreitung sprechen kann, da sie auf standortfremden Gebiet stattfindet und somit unvorhergesehene ökologischen Folgewirkungen auslösen kann.

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