Vegetationsstudie in der Lüneburger Heide

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Inhaltsverzeichnis Diplomarbeit

Zusammenfassung

Die floristische und vegetationskundliche Untersuchung des Panzerübungsgeländes in der westlichen Lüneburger Heide hat ergeben, daß die vor der militärischen Nutzung bei weitem dominierenden Nardo-Callunetea-Gesellschaften nur noch als z. T. stark degradierte Reste vorliegen. Vorherrschend sind artenarme Pioniergesellschaften mit Agrostis capillaris und vegetationsfreie Flächen im zentralen Bereich der Roten Fläche I, die Peripherie ist hauptsächlich mit Kiefernwäldern und -forsten bewachsen. Bei den im nördlichen Teil gelegenen Stühbüschen handelt es sich um historisch alte Wälder, die als Dokument ehemaliger Waldnutzung einen kulturellen Wert besitzen und auch aus naturschutzlicher Sicht schützenswert sind.

Auf den vegetationsfrei gefahrenen Flächen konnte eine erste Wiederbesiedlung hauptsächlich mit Agrostis capillaris, Pinus sylvestris, Polytrichum piliferum, Spergula morisonii und Rumex acetosella beobachtet werden. Auf schon länger nicht befahrenen Flächen bildete Agrostis capillaris hohe Deckungen aus und erwies sich dadurch als besonders konkurrenzkräftig. Interessant war hierbei die Beobachtung, daß sich innerhalb dieser Rasenflächen Calluna vulgaris in unterschiedlichem Maße ansiedeln konnte.

Intakte und gepflegte Heideflächen sind im südwestlichen Teil des Untersuchungsgebietes erhalten geblieben. Kleinere Restbestände befinden sich an Waldrändern und -lichtungen, die aufgrund mangelnder Pflege Zeichen von Verbuschung aufweisen. Diese im ganzen Gebiet verteilten Heidereste bilden einen Diasporen-Reservoir, der es ermöglicht, daß auf den großflächig verbreiteten Agrostis-Rasen eine Regeneration von Calluna vulgaris erfolgt. Es ist nur eine Frage der Zeit, daß sich auch auf den vegetationsfreien Flächen Agrostis-Rasen einstellen, in denen Calluna vulgaris einwandern kann. Fast ausnahmslos schützenswert sind die im Untersuchungsgebiet vorgefundenen künstlich angelegten Teiche, einige verdichtete Fahrspuren und das Möhrer Moor, da diese gefährdete Pflanzengesellschaften und -arten feuchter bis nasser Standorte enthalten.

Zum Abschluß wird noch einmal darauf hingewiesen, daß die in einer Mähwiese wachsende Echte Mondraute, Botrychium lunaria, besonderen Schutz verdient, weil sie im Flachland vom Aussterben bedroht ist.

Copyright © 2000 Andrea Oltmanns
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